{"id":7942,"date":"2025-09-04T11:58:53","date_gmt":"2025-09-04T10:58:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cr-online.de\/blog\/?p=7942"},"modified":"2025-09-08T11:44:57","modified_gmt":"2025-09-08T10:44:57","slug":"volle-breitseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cr-online.de\/blog\/2025\/09\/04\/volle-breitseite\/","title":{"rendered":"Volle Breitseite"},"content":{"rendered":"<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\"><em>Goldene Zeiten f\u00fcr die Klageindustrie, Zeit f\u00fcr R\u00fcckstellungen bei Unternehmen: Der EuGH verlangt Schadensersatz f\u00fcr Sorge und \u00c4rger (<a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=303866&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=16526672\">EuGH, Urt. v. 4.9.2025, C-655\/23 \u2013 Quirin Privatbank, CR 10\/2025<\/a>).<\/em> <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Manche Vorlagefragen lesen sich, als bettele das vorlegende Gericht um ein bestimmtes Ergebnis. So verhielt es sich auch in einer Sache, bei der einer Bank im Bewerbungsprozess ein Lapsus unterlaufen war. Sie hatte einer Bewerberin mitteilen wollen, dass sie deren Gehaltswunsch nicht akzeptiere, und zwar \u00fcber die Social Media-Plattform <em>Xing<\/em>. Dieses Vorgehen war zwar r\u00fchrend nostalgisch, aber leider auch gefahrgeneigt. Die Absage ging n\u00e4mlich an eine falsche Adressatin. Die Bewerberin erfuhr davon und f\u00fchlte sich mit kalter Hand von hinten ans Pers\u00f6nlichkeitsrecht gefasst. Sie verlangte Schadensersatz f\u00fcr die Verletzung datenschutzrechtlicher Vorschriften, wie in Art. 82 DSGVO vorgesehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Vorlagefrage des BGH zu immateriellem Schaden<\/strong><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Sache eskalierte bis zum BGH, der, wie die deutsche Gerichtsbarkeit insgesamt, \u201egef\u00fchlten Sch\u00e4den\u201c ausgesprochen ablehnend gegen\u00fcber steht. Folgerichtig legte er die Frage, ob Ver\u00e4rgerung und Sorge um Missbrauch von Daten einen ersatzf\u00e4higen Schaden darstellen k\u00f6nnten, dem EuGH vor. Dabei versuchte er, dem EuGH die tradierte deutsche Sicht der Dinge in den Mund zu legen: <\/span><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"western\"><em>\u201e<span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ist Art. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/DSGVO\/82.html\">82<\/a> Abs. 1 DSGVO dahingehend auszulegen, dass f\u00fcr die Annahme eines immateriellen Schadens im Sinne dieser Bestimmung blo\u00dfe negative Gef\u00fchle wie z.B. \u00c4rger, Unmut, Unzufriedenheit, Sorge und Angst, die an sich Teil des allgemeinen Lebensrisikos und oft des t\u00e4glichen Erlebens sind, gen\u00fcgen?Oder ist f\u00fcr die Annahme eines Schadens ein \u00fcber diese Gef\u00fchle hinausgehender Nachteil f\u00fcr die betroffene nat\u00fcrliche Person erforderlich?\u201c<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"western\" align=\"right\"><a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/dokument?id=cr.2024.02.i.0110.01.e\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">BGH, Beschl. v. 26.09.2023 &#8211; VI ZR 97\/22, <a href=\"https:\/\/online.otto-schmidt.de\/db\/suche?q=%5B%7B%22txt%22:%22pubyear:2024%22%7D,%7B%22txt%22:%22source_page:110%22%7D,%7B%22txt%22:%22all_source_2:cr%22%7D%20%5D\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">CR 2024, 110<\/a><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zugleich sah der BGH es als zweifelhaft an, ob sich aus der DSGVO neben dem Anspruch auf L\u00f6schung von Daten (Art. 17 DSGVO) auch ein in die Zukunft gerichteter Unterlassungsanspruch ergebe, der darauf zielt, eine erneute rechtswidrige Verarbeitung von personenbezogenen Daten zu untersagen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Antwort des EuGH<\/strong><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der EuGH verwandelte im <em>Panenka<\/em>-Stil und lie\u00df den BGH dabei nicht gut aussehen. \u00c4rger und Sorge seien immaterielle Sch\u00e4den, die unter Geltung der Datenschutz-Grundverordnung zu kompensieren seien.<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>=&gt;\u00a0 Folgen f\u00fcr Schadensersatzrecht<\/strong><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Folgen dieser Entscheidung sind \u00fcberhaupt nicht zu \u00fcbersch\u00e4tzen, greifen sie doch weit \u00fcber das Datenschutzrecht hinaus. Hier wurde gerade ein extrem weitreichender, man kann sagen: uferloser unionsrechtlicher Schadensbegriff geboren, der dazu f\u00fchren wird, dass k\u00fcnftig in allen Streitigkeiten mit unionsrechtlichem Bezug ein Ver\u00e4rgerungsaufschlag zu zahlen sein wird. Die Beharrenskr\u00e4fte deutscher Gerichte sind notorisch enorm, so dass davon auszugehen ist, dass die Plage sich zun\u00e4chst ausgehend von den Arbeitsgerichten ausbreiten wird. Diese hatten ja schon bislang vor dem Hintergrund des arbeitsrechtlichen Grundsatzes der Arbeitgeberbenachteiligung wenige Hemmungen, Schadensersatzanspr\u00fcche als Bestrafung einzusetzen, wenn etwa f\u00fcr eine verz\u00f6gerte Auskunftserteilung nach Art. 15 DSGVO mal eben 10.000,00 \u20ac ausgereicht wurden wie (fremdes) Popcorn. Letztlich wird allerdings auch f\u00fcr die ordentlichen Gerichte kein Weg daran vorbeif\u00fchren: Wer in seinen Rechten verletzt wird, ist dar\u00fcber nicht nur manchmal, sondern immer ver\u00e4rgert. Die entsprechende Darlegung wird sich jedenfalls beklagtenseits nie ersch\u00fcttern lassen. Und so werden wir k\u00fcnftig im Schadensersatzrecht amerikanische Verh\u00e4ltnisse vorfinden. Die Anspruchsh\u00f6he wird sich zum Gl\u00fcck im Rahmen halten. Da sind sie n\u00e4mlich wieder, die deutschen Beharrungskr\u00e4fte. Aber auch so ist die EuGH-Entscheidung ein digitales Papier gewordener Querulantentraum. Goldene Zeiten f\u00fcr die Klageindustrie. <\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>=&gt;\u00a0 Folgen f\u00fcr Wirtschaft &amp; Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">W\u00e4hrend Verbrauchersch\u00fctzer ihr Gl\u00fcck nicht fassen k\u00f6nnen, ist die Entscheidung wirtschaftspolitisch, aber auch gesellschaftspolitisch pures Gift. Die europ\u00e4ische Digitalgesetzgebung ist im Ganzen eine Ausgeburt der H\u00f6lle. Sie ist inkonsistent, widerspr\u00fcchlich, b\u00fcrokratisch und der Realit\u00e4t enthoben. Nachdem der EuGH jetzt noch die Schleusen f\u00fcr den Ersatz &#8222;gef\u00fchlter Sch\u00e4den&#8220; ge\u00f6ffnet hat, wird unternehmerisches Wirtschaften in der <em>Europ\u00e4ischen Union<\/em> zur Lotterie. <\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Komplexit\u00e4t der Regulierungsvorgaben f\u00fcr Digitalit\u00e4sierung<\/strong><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die gesetzlichen Vorgaben sind aus zwingenden Gr\u00fcnden, n\u00e4mlich ihrer Komplexit\u00e4t und Widerspr\u00fcchlichkeit, faktisch nicht einhaltbar. Niemand kann die &#8222;Digitalgesetzgebung&#8220; der EU auch nur lesen und dabei bei klarem Verstand bleiben:<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2022\/2065 \u00fcber einen Binnenmarkt f\u00fcr digitale Dienste (Digital Services Act)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2022\/1925 \u00fcber bestreitbare und faire M\u00e4rkte im digitalen Sektor (Digital Markets Act)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2024\/1689 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz (AI Act)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2022\/868 \u00fcber europ\u00e4ische Daten-Governance (Data Governance Act)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2023\/2854 \u00fcber harmonisierte Vorschriften f\u00fcr einen fairen Datenzugang und eine faire Datennutzung (Data Act)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Richtlinie (EU) 2022\/2555 \u00fcber Ma\u00dfnahmen f\u00fcr ein hohes gemeinsames Cybersicherheitsniveau in der Union (NIS-2-Richtlinie)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2022\/2554 \u00fcber die digitale operationelle Resilienz des Finanzsektors (DORA)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2024\/2847 \u00fcber horizontale Cybersicherheitsanforderungen f\u00fcr Produkte mit digitalen Elementen (Cyber Resilience Act)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2024\/903 zur Schaffung eines interoperablen Europas (Interoperable Europe Act)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Richtlinie 2002\/58\/EG \u00fcber die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsph\u00e4re in der elektronischen Kommunikation (ePrivacy-Richtlinie)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Richtlinie (EU) 2024\/2831 zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit (Plattformarbeitsrichtlinie)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Richtlinie (EU) 2019\/770 \u00fcber bestimmte vertragsrechtliche Aspekte der Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler Dienstleistungen (Richtlinie \u00fcber digitale Inhalte)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2025\/327 zur Schaffung eines europ\u00e4ischen Raums f\u00fcr Gesundheitsdaten (European Health Data Space)<\/span><\/span><\/li>\n<li class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Richtlinie 2011\/93\/EU zur Bek\u00e4mpfung des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern sowie der Kinderpornografie<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Verordnung (EU) 2016\/679 zum Schutz nat\u00fcrlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO)<\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das ist Un-Recht. Erreicht Regulierung einen bestimmten Komplexit\u00e4tsgrad, wird sie unbefolgbar und die Rechtsverletzung zum nativen Zustand (s. grundlegend\u00a0<a href=\"https:\/\/selc.wordpress.ncsu.edu\/files\/2013\/03\/A-Theory-of-Government-Red-Tape.pdf\"><em>Bozeman<\/em>, A Theory of Government &#8222;Red Tape&#8220;<\/a>, 2013).\u00a0\u00a0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\"><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Folge:<\/span><\/em> Wer ein Unternehmen betreibt, haftet. Immer. Es h\u00e4ngt vom Zufall ab, ob jemand auf die zwingenden Rechtsverletzungen aufmerksam wird und daraus Forderungen ableitet. Hier w\u00e4re der Gesetzgeber gefordert. Da die <em>Europ\u00e4ische Kommission<\/em>, die insoweit ma\u00dfgeblich ist, allerdings keinem demokratischen Rechtfertigungsdruck unterliegt, sondern vielmehr das Absondern m\u00f6glichst komplexer Gesetzeswerke als Leistungsnachweis missversteht, gibt es keine Hoffnung. Wer angesichts dieser Ausw\u00fcchse in Europa investiert, muss Masochist sein. <\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>=&gt;\u00a0 Folgen durch Unterlassungsanspruch<\/strong><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jedenfalls in Deutschland wird die Lage f\u00fcr Unternehmen durch die Entscheidung auch unter einem anderen Gesichtspunkt schwieriger. Der EuGH hat zwar festgestellt, dass das Unionsrecht keinen origin\u00e4ren Unterlassungsanspruch vorsieht, dem BGH aber den roten Teppich ausgerollt, um einen solchen Anspruch nach nationalem Recht zu bejahen. Das wird aller Voraussicht nach geschehen. Das gilt einerseits, weil der BGH explizit nach dieser M\u00f6glichkeit gefragt hat \u2013 und das h\u00e4tte er nicht getan, wenn er einen solchen Anspruch nicht s\u00e4he. Andererseits entspricht das auch schlicht der deutschen Rechtslage. Es w\u00e4re vollkommen inkonsistent und unvertretbar, in st\u00e4ndiger Rechtsprechung einen auf \u00a7 1004 BGB analog gest\u00fctzten Unterlassungsanspruch wegen der Verletzung des Allgemeinen Pers\u00f6nlichkeitsrechts zu bejahen, einen solchen f\u00fcr Teilausschnitte des Allgemeinen Pers\u00f6nlichkeitsrechts, die beim Datenschutzrecht in Rede stehen, abzulehnen. Und so wird sich der deutsche Unterlassungsanspruch aus Art. 82 Abs. 1 DSGVO i.V.m. \u00a7 1004 BGB analog sowie aus \u00a7 823 Abs. 1 BGB i.V.m. dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung aus Art. 1, 2 Abs. 1 GG, Privatheit aus Art. 7 Grundrechtecharta und Datenschutz aus Art. 8 Grundrechtecharta i.V.m. \u00a7 1004 BGB analog ergeben. Relevant ist dieser Anspruch f\u00fcr die Betroffenen ma\u00dfgeblich deshalb, weil sie so einfacher vor das Landgericht kommen und \u00fcber h\u00f6here Streitwerte in den Auseinandersetzungen Druck aufbauen k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieser Beitrag muss hier enden, weil ich ein paar tausend Betroffene fragen muss, wie sehr sie sich genau \u00fcber ihre Datenschutzrechtsverletzung ge\u00e4rgert haben. Als Anleitung bekommen Sie einen Link zu \u201eDas Wunder des \u00c4rgerns\u201c von Otto Waalkes auf Youtube und die Bitte, das bei n\u00e4chster Gelegenheit nachzuspielen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Avenir;\"><span style=\"font-size: medium;\">Daher hier nur noch der Hinweis im Selbstleseverfahren: Die Ausf\u00fchrungen zum Kontrollverlust als Schaden, aber auch als Grundlage f\u00fcr einen Schaden wegen emotionaler Pein sind lesenswert: Rz. 58 &#8211; 64. Ich habe diese Argumentation entwickelt und mich seit 2019 in den von uns gef\u00fchrten Massenverfahren von deutschen Gerichten daf\u00fcr auslachen lassen. F\u00fchlt sich gerade ganz gut an &#8230;<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Goldene Zeiten f\u00fcr die Klageindustrie, Zeit f\u00fcr R\u00fcckstellungen bei Unternehmen: Der EuGH verlangt Schadensersatz f\u00fcr Sorge und \u00c4rger (EuGH, Urt. v. 4.9.2025, C-655\/23 \u2013 Quirin Privatbank, CR 10\/2025). Manche Vorlagefragen lesen sich, als bettele das vorlegende Gericht um ein bestimmtes Ergebnis. 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