{"id":2692,"date":"2015-10-02T10:31:46","date_gmt":"2015-10-02T09:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cr-online.de\/blog\/?p=2692"},"modified":"2015-10-07T12:10:00","modified_gmt":"2015-10-07T11:10:00","slug":"eugh-countdown-fuer-safe-harbor-teil-23-anmerkungen-zur-argumentation-des-generalanwalts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cr-online.de\/blog\/2015\/10\/02\/eugh-countdown-fuer-safe-harbor-teil-23-anmerkungen-zur-argumentation-des-generalanwalts\/","title":{"rendered":"EuGH: Countdown f\u00fcr Safe Harbor &#8211; Teil 2\/3: Anmerkungen zur Argumentation des Generalanwalts"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Unsere Countdown-Serie (Autoren: <em>Flemming Moos<\/em> und <em>Jens Schefzig)<\/em><\/strong><\/h2>\n<p>Noch vor\u00a0Urteilsverk\u00fcndung stellen wir\u00a0in einer Serie von drei Blogbeitr\u00e4gen die Schlussantr\u00e4ge des Generalanwalts ausf\u00fchrlich dar und untersuchen deren juristische Implikationen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/www.cr-online.de\/blog\/2015\/10\/01\/eugh-countdown-fuer-safe-harbor-in-verfahren-c-36214-teil-1-argumentation-des-generalanwalts\/\" target=\"_blank\">In Teil 1<\/a><\/strong> stellen wir die Argumentation des Generalanwalts im Detail vor.<\/li>\n<li>Auf dieser Grundlage setzen wir uns <strong>in Teil 2<\/strong> kritisch damit auseinander, welchen Sachverhalt der Generalanwalt seinen Schlussantr\u00e4gen zugrunde legen darf und wie er begr\u00fcndet, dass die nationalen Datenschutzbeh\u00f6rden an die Entscheidung der <em>EU-Kommission<\/em> zu Safe Harbor nicht gebunden w\u00e4ren.<\/li>\n<li><strong><a href=\"http:\/\/www.cr-online.de\/blog\/2015\/10\/05\/eugh-countdown-fuer-safe-harbor-teil-33-auswirkungen-eines-potenziellen-urteils\/\" target=\"_blank\">In Teil 3<\/a><\/strong>\u00a0zeigen wir die Dimensionen auf, in denen sich\u00a0die Auswirkungen eines EuGH-Urteils auf jede Form des Datentransfers in die USA und sonstige Drittl\u00e4nder bewegen k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Teil 2: Anmerkungen zur Argumentation des Generalanwalts<\/strong><\/h2>\n<p>Die Entscheidung des EuGH in der Sache C-362\/14 naht.<\/p>\n<p>Nachdem wir in <a href=\"http:\/\/www.cr-online.de\/blog\/2015\/10\/01\/eugh-countdown-fuer-safe-harbor-in-verfahren-c-36214-teil-1-argumentation-des-generalanwalts\/\" target=\"_blank\">Teil 1 unseres Countdowns<\/a> die Argumentation des Generalanwalts im Detail dargestellt haben, setzen wir uns in diesem zweiten Teil mit zwei Aspekten n\u00e4her auseinander:<\/p>\n<ul>\n<li>Der faktischen Grundlage, auf deren Basis der Generalanwalt seine Schlussantr\u00e4ge gestellt hat, und<\/li>\n<li>seiner Argumentation zur Bindungswirkung der Kommissionsentscheidung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am kommenden Montag, also am Vortag der EuGH-Entscheidung\u00a0werden wir im letzten Teil unseres Countdowns darstellen, welche Auswirkungen ein Urteil des EuGH, das den Schlussantr\u00e4gen des Generalanwalts folgt, haben w\u00fcrde.<\/p>\n<h2><strong>1. Zur Bewertung herangezogene Fakten<\/strong><\/h2>\n<h3><em>Beschr\u00e4nkung auf vorgelegte Fakten<\/em><\/h3>\n<p>Man kann durchaus in Zweifel ziehen, ob der Generalanwalt zutreffend bestimmt hat, welche Fakten zur rechtlichen Bewertung herangezogen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Generalanwalt geht im Ausgangspunkt zutreffend davon aus, dass das Gericht in einem Vorabentscheidungsverfahren wie dem hiesigen diejenigen Tatsachen zugrunde zu legen habe, wie sie von den Parteien vorgetragen werden (<a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf;jsessionid=9ea7d0f130d5ec5540d6345a4b52bee3e0bf3792a5a8.e34KaxiLc3eQc40LaxqMbN4ObNqOe0?text=&amp;docid=168421&amp;pageIndex=0&amp;doclang=EN&amp;mode=req&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=346192\" target=\"_blank\">Tz. 152<\/a> unter Berufung auf <a href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=82801&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=lst&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=330331\" target=\"_blank\">EuGH, Urteil vom 10.6.2010 &#8211; C-140\/09 Fallimento Traghetti del Mediterraneo SpA in liquidazione\/Presidenza del Consiglio dei Ministri<\/a>, EuZW 2010, 824 (826)).<\/p>\n<p>Dem ist zuzustimmen, soweit es \u2013 wie im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens \u00fcblich \u2013 rein um die Auslegung des Unionsrechts im Anwendungskontext des jeweiligen nationalen Gerichtsverfahrens geht. Diese Eingrenzung auf die im Ausgangsverfahren vorgetragenen Fakten erscheint aber fragw\u00fcrdig, wenn und soweit der EuGH \u2013 nach Vorstellung des Generalanwalts \u2013 in demselben Verfahren auch \u00fcber die Wirksamkeit eines Gemeinschaftsrechtsaktes\u00a0(hier: die <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:32000D0520&amp;from=de\" target=\"_blank\">Entscheidung 2000\/520\/EG der <em>EU-Kommission<\/em><\/a>)\u00a0entscheiden soll; dies umso mehr, wenn die <strong>Unwirksamkeit kraft des Urteils <em>erga omnes<\/em> (!)<\/strong> und nicht nur zwischen den Parteien des Ausgangsverfahrens gelten soll. Denn hierdurch kann und muss es dazu kommen, dass Tatsachen, die \u00fcber das konkrete Verfahren hinaus Bedeutung haben, bei der Betrachtung unter den Tisch fallen \u2013 und deshalb die Bewertung m\u00f6glicherweise sogar falsch wird.<\/p>\n<h3><em>Weitere relevante Aspekte<\/em><\/h3>\n<p>Im konkreten Fall der vom Generalanwalt erkannten Unzul\u00e4nglichkeiten w\u00e4re insbesondere daran zu denken, ob nicht in eine (\u00fcbergreifende) Wirksamkeitspr\u00fcfung der <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:32000D0520&amp;from=de\" target=\"_blank\">Entscheidung 200\/520\/EG<\/a>\u00a0insbesondere auch diejenigen \u00c4nderungen im US-Recht in die Bewertung h\u00e4tten einbezogen werden m\u00fcssen, die bis zum Entscheidungstermin erfolgt sind. Da w\u00e4re unter anderem zu denken an:<\/p>\n<ul>\n<li>die sog. <strong>Presidential Policy Directive 28<\/strong> von US-Pr\u00e4sident <em>Obama<\/em> vom 17. Januar 2014 bez\u00fcglich der Sammlung von Kommunikationsdaten (<a href=\"https:\/\/www.hsdl.org\/?view&amp;did=748332\" target=\"_blank\">Presidential Policy Directive 28, 2014-01-17<\/a>) sowie<\/li>\n<li>den zum 2. Juni 2015 in Kraft getretenen <strong><a href=\"https:\/\/www.congress.gov\/114\/plaws\/publ23\/PLAW-114publ23.pdf\" target=\"_blank\">USA Freedom Act<\/a><\/strong>, mit dem die Datenzugriffsbefugnisse der US-Sicherheitsbeh\u00f6rden zumindest in gewisser Weise begrenzt worden sind (siehe <a href=\"http:\/\/www.reuters.com\/article\/2015\/06\/03\/us-usa-security-surveillance-passage-idUSKBN0OI2I920150603\" target=\"_blank\">&#8222;Obama signs bill reforming surveillance program&#8220;, Reuters Edition U.S. v. 2.6.2015<\/a>). Kritisch dazu allerdings:<br \/>\n&#8211; <a href=\"http:\/\/www.usnews.com\/news\/blogs\/washington-whispers\/2015\/06\/03\/last-call-dont-think-the-usa-freedom-act-will-stop-government-snooping\" target=\"_blank\"><em>Williams<\/em>, &#8222;Last Call: Don\u2019t Think the USA Freedom Act Will Stop Government Snooping&#8220; US News v. 3.6.2015<\/a>; und<br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/blogs\/plum-line\/wp\/2015\/06\/03\/a-reality-check-on-the-future-of-government-spying\/\" target=\"_blank\"><em>Waldman<\/em>, &#8222;A reality check on the future of government spying&#8220; The Washington Post v. 3.6.2015<\/a>).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Hinblick auf die vom Generalanwalt festgestellte Verletzung von <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/charter\/pdf\/text_de.pdf\" target=\"_blank\">Art. 47 EU-GRCharta<\/a> wegen des Fehlens eines wirksamen Rechtsbehelfs der EU-B\u00fcrger w\u00e4re m\u00f6glicherweise das erst am Dienstag, den 15. September 2015 unterzeichnete Rahmenabkommen zwischen den US und der EU zu ber\u00fccksichtigen (<a href=\"http:\/\/statewatch.org\/news\/2015\/sep\/eu-us-umbrella-agreement-full-text.pdf\" target=\"_blank\"><strong>Agreement between the United States of America and the European Union on the Protection of Personal Information relating to the prevention, investigation, and prosecution of criminal offences<\/strong><\/a>), auch wenn das darin f\u00fcr EU-B\u00fcrger verankerte Recht auf rechtliches Geh\u00f6r es erst noch durch nationale Gesetze in den USA umgesetzt werden muss (Eine entsprechende Judicial Redress Bill, ist bereits zur Beratung in den US-Kongress eingebracht worden ist; vgl. <a href=\"https:\/\/www.congress.gov\/bill\/114th-congress\/house-bill\/1428\" target=\"_blank\">H.R.1428 &#8211; Judicial Redress Act of 2015<\/a>.).<\/p>\n<h2><strong>2. Bindungswirkung der Kommissions-Entscheidung<\/strong><\/h2>\n<h3><em>(Konfuse) Argumentation des Generalanwalts<\/em><\/h3>\n<p>Nach Meinung des Generalanwalts sind die nationalen Datenschutzbeh\u00f6rden an Entscheidungen der <em>EU-Kommission<\/em> nach <strong>Art.\u00a025 Abs.\u00a06 DSRL<\/strong> nicht gebunden. Leider bleibt unklar, ob das nie der Fall sein soll oder die Umst\u00e4nde des in Rede stehenden Falls entscheidend sind. Zwei Punkte des konkreten Falls hebt der Generalanwalt n\u00e4mlich hervor:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Datenschutzbeh\u00f6rden werden auf Grundlage der Beschwerde eines Betroffenen im Hinblick auf eine konkrete Daten\u00fcbermittlung t\u00e4tig und<\/li>\n<li>es liegt seines Erachtens eine Verletzung von Grundrechten vor.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Daneben verweist er auch darauf, dass die <em>EU-Kommission<\/em> selbst die <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:32000D0520&amp;from=de\" target=\"_blank\">Entscheidung 2000\/520\/EG<\/a> in Frage stellt und neue Verhandlungen aufgenommen hat und dass die Datenschutzbeh\u00f6rden absolut unabh\u00e4ngig sind.<\/p>\n<p>Ob diese Voraussetzungen <strong>kumulativ<\/strong> oder nur <strong>alternativ<\/strong> (oder eben \u00fcberhaupt <strong>nicht<\/strong>) vorliegen m\u00fcssen, l\u00e4sst sich nicht feststellen. Der Generalanwalt folgt hier einem Schema, an dem insbesondere die europ\u00e4ische Rechtsprechung regelm\u00e4\u00dfig krankt: Er z\u00e4hlt zahlreiche Einzelargumente auf und kommt zu einem Ergebnis ohne im Detail darzustellen, welche Faktoren f\u00fcr das Ergebnis in welcher Weise von Bedeutung sind.<\/p>\n<h3><em>Die besseren Argumente sprechen f\u00fcr eine (gewisse) Bindungswirkung<\/em><\/h3>\n<p>In der deutschen Literatur ist die Bindung der nationalen Datenschutzbeh\u00f6rden an eine Entscheidung der <em>EU-Kommission<\/em> nach <strong>Art.\u00a025 Abs.\u00a06 DSRL<\/strong> streitig, wobei allerdings die wohl herrschende Meinung von einer Bindungswirkung ausgeht: z.B. <a href=\"http:\/\/www.juris.de\/jportal\/portal\/t\/vbp\/page\/jurisw.psml?doc.hl=1&amp;doc.id=samson-ovsBDSGD00140509&amp;documentnumber=56&amp;numberofresults=281&amp;doctyp=Kommentar%3Aovs-k&amp;showdoccase=1&amp;doc.part=C&amp;paramfromHL=true#focuspoint\" target=\"_blank\"><em>v.d. Bussche<\/em>, in Plath, BDSG, \u00a7 4b Rz 29<\/a> und <em>Gabel<\/em>, in: Taeger\/Gabel, 2. Aufl. 2013, \u00a7\u00a04b Rz. 72 mit umfangreichen Nachweisen und <em>Spies<\/em>, ZD 2013, 535 (537), der entgegenstehende Aussagen des <em>D\u00fcsseldorfer Kreises<\/em> als \u201ePlatzpatronen\u201c bezeichnet. Allerdings vertritt <em>Simitis<\/em>, in: Simitis, 8. Aufl. 2014, \u00a7\u00a04b BDSG Rz.\u00a079, dass eine Pr\u00fcfung von Fall zu Fall n\u00f6tig bleibe. F\u00fcr eine grunds\u00e4tzliche Bindungswirkung sprechen auch die besseren Argumente:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Bindungswirkung ergibt sich zun\u00e4chst schon aus <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:12012E\/TXT\" target=\"_blank\">Art. 288 AEUV<\/a>.<\/li>\n<li>Daneben kann nur eine Bindungswirkung eine einheitliche Vorgehensweise innerhalb des Anwendungsbereichs der <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:31995L0046\" target=\"_blank\">DSRL<\/a> sicherstellen. Demgem\u00e4\u00df ist sie erforderlich, um das beispielsweise in den <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:31995L0046\" target=\"_blank\">Erw\u00e4gungsgr\u00fcnden 7 und 8<\/a> statuierte Ziel eines einheitlichen europ\u00e4ischen Datenschutzniveaus zu erreichen. Die Bedeutung dieses Ziels hebt der EuGH selbst in seiner Rechtsprechung laufend hervor.<\/li>\n<li>Nicht verkannt werden sollte insbesondere, dass Daten\u00fcbermittlungen stets auch eine kommerzielle und politische Dimension haben. Eine intensive politische oder wirtschaftliche Kooperation ohne Austausch auch personenbezogener Daten ist in einer datengetriebenen Wirtschaft kaum denkbar. Das in <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/EU\/21.html\" target=\"_blank\">Art. 21 Abs. 2 e) EUV<\/a> niedergelegte Ziel, die Integration aller L\u00e4nder in die Weltwirtschaft zu f\u00f6rdern und Handelshemmnisse abzubauen, h\u00e4tte daher Ber\u00fccksichtigung finden m\u00fcssen.<\/li>\n<li>Auch <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:31995L0046\" target=\"_blank\">Erw\u00e4gungsgrund 56 DSRL<\/a> statuiert explizit, dass der grenz\u00fcberschreitende Verkehr von personenbezogenen Daten f\u00fcr die Entwicklung des internationalen Handels notwendig ist. Demgem\u00e4\u00df schreibt auch <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/?uri=CELEX:31995L0046\" target=\"_blank\">Erw\u00e4gungsgrund 59 DSRL<\/a> vor, dass \u201eVerhandlungen zwischen der Gemeinschaft und den betreffenden Drittl\u00e4ndern\u201c vorzusehen sind. Diese Verhandlungen w\u00fcrden bei einer fehlenden Bindungswirkung aber weitgehend leer laufen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deshalb sprechen die besseren Argumente f\u00fcr eine solche Bindungswirkung. Eine juristische Pr\u00fcfung der jeweiligen Entscheidung bei den zust\u00e4ndigen Gerichten bliebe naturgem\u00e4\u00df m\u00f6glich.<\/p>\n<h3><em>\u00dcberpr\u00fcfung im Einzelfall m\u00f6glich?<\/em><\/h3>\n<p>Freilich mag man argumentieren, dass bei offensichtlichen Grundrechtsverletzungen eine abweichende Wertung der nationalen Datenschutzbeh\u00f6rden m\u00f6glich bleiben soll. Wegen der mehrdeutigen Argumentation des Generalanwalts wird allerdings nicht klar, ob er tats\u00e4chlich diese Position vertritt. Es wird spannend zu sehen sein, ob der EuGH hier mehr Stringenz in die Begr\u00fcndung bringen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Countdown-Serie (Autoren: Flemming Moos und Jens Schefzig) Noch vor\u00a0Urteilsverk\u00fcndung stellen wir\u00a0in einer Serie von drei Blogbeitr\u00e4gen die Schlussantr\u00e4ge des Generalanwalts ausf\u00fchrlich dar und untersuchen deren juristische Implikationen: In Teil 1 stellen wir die Argumentation des Generalanwalts im Detail vor. 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